Wie Du Prokrastination überwindest

Wie du Prokrastination überwindest 🎧

Prokrastination kann jeden „befallen“ – wie aber kurieren?

Prokrastination – oder auf deutsch Dinge aufschieben – kennt vermutlich jeder. Du sitzt vor deinem Computer, schiebst einen Stift von rechts nach links nach rechts nach links… Dein rechter Zeigefinger zuckt zum Touchpad, rufst einen neuen Tab im Browser auf mit der Ablenkungs-URL deiner Wahl -> Facebook, E-Mail Postfach, Edition F, Wetter online, Witzeseite, …

15 Minuten später erinnerst du dich daran, dass du ja eigentlich gerade dabei warst einen Artikel zu schreiben/einen Kundenauftrag zu bearbeiten/eine neue Yogastunde vorzubereiten.

Das Interessante dabei ist, dass es uns auch bei Dingen passiert, die „eigentlich“ unser Traum sind. Bei der Steuererklärung könnte man es ja noch verstehen oder bei ähnlich spannenden buchhalterischen Tätigkeiten.

Aber bei dem, was unser Herz begeistert, wie kann das sein?!

4 Gründe, weshalb du prokrastinierst

Jeder der Gründe für Prokrastination ist an eine Angst gebunden. Dinge aufzuschieben ist daher also eine Art Schutzmechanismus des Körpers und des Geistes, um das zu umgehen, wovor du Angst hast. Um die Aufschieberitis zu lösen, wird’s Zeit sich diese Ängste mal genauer anzuschauen:

  • Angst zu scheitern und von anderen verurteilt zu werden
    Wenn du etwas in Angriff nimmst dann besteht immer die Gefahr, dass du es – aus welchem Grund auch immer – nicht zu Ende bringst. Oder auch, dass du keinen Erfolg damit hast. Das ist eigentlich gar nicht so schlimm, aber gesellschaftlich ist Erfolg besser angesehen als Misserfolg. Und dazu kommt, dass wir meist auch noch selber unsere größten Kritiker sind. Jemand anders würde dein Scheitern vielleicht gar nicht als Scheitern einstufen, aber du selber hast so große Erwartungen an dich, dass du sie fast nicht erfüllen kannst. Die Möglichkeit seelischen Schmerzes – ausgeschlossen und von anderen ausgelacht zu werden –  ist so groß, dass du ihn umgehst, indem du gar nicht erst anfängst.
  • Angst vor Erfolg und mit der neuen Situation nicht klarzukommen
    Diese Angst ist den meisten gar nicht bewusst. Wir denken immer nur, dass ein mögliches Scheitern ein Problem ist. Bei genauerem Hinschauen zeigt sich jedoch, dass wirklicher Erfolg auch ein hohes Risiko in sich trägt. Die Angst, dass du dich veränderst, wenn du mehr Geld hast. Besonders, wenn du mit Überzeugungen aufgewachsen bist, reiche Menschen seien böse, ist das eine wirkliche Hürde. Denn wenn du auf einmal selber zu gutem Geld kämst, dann würdest du ja auf einmal in dieselbe Schublade fallen! Die Angst, dass du deine Freunde verlierst, weil ja viele Böses über wohlhabende Menschen gesprochen wird. Die Angst, dass sich dein jetziges Leben verändert und du nicht genau weißt wohin. Das ist ein Gefühl, wie in einen stockdunklen Raum zu gehen – eher unschön, oder? 😉 Kein Wunder dass dein *Schutzengel Prokrastinator* dich davon abhalten will…
  • Angst nicht gut genug zu sein
    Diese Angst geht etwas einher mit der Angst vor dem Scheitern. Hier ist es jedoch nicht nur ein einmaliges Scheitern, was am Horizont droht, sondern letztendlich deine Nihilierung. Unsere Gesellschaft ist sehr darauf gepolt, dass nur Menschen, die etwas leisten oder „gut in etwas sind“ vollwertige Gesellschaftsmitglieder sind. Wer bist du also, „wenn du nicht gut“ bist? Was ist, wenn du nur Durchschnitt bist? Diese Angst treibt viele von uns um, vor allem, wenn wir vergessen, dass wir, WEIL WIR SIND, schon gut genug sind.
  • Angst vor schwierigen und unbequemen Aufgaben
    Unser Körper & Geist sucht sich immer den Weg des geringsten Widerstandes. Wir suchen nach Bequemlichkeit und Sicherheit. Wieso sonst gibt es seit Urzeiten paradiesische Vorstellungen, wo einem Trauben direkt in den Mund hineinwachsen, man also nicht mal mehr pflücken muss 😉 Ablenkung jeglicher Art ist also willkommen, wenn eine Aufgabe etwas anstrengend zu werden scheint oder wir uns gar unseren Ängsten stellen müssten.

3 Tipps, wie du aufhörst  zu prokrastinieren und die Dinge erledigst, die erledigt werden wollen

[inlinetweet prefix=““ tweeter=““ suffix=““]Es ist also nicht die Frage, OB wir es tun (prokrastinieren), sondern WIE wir damit umgehen, dass wir es tun.[/inlinetweet] Und so unvermeidlich Prokrastination erscheint, es gibt Abhilfe!

1. Stell dich deinen Ängsten

Einer nach der anderen. Das ist deep level work. Schau, woher sie in deiner Kindheit stammen. Gibt es z.B. ein tief verankertes Glaubensmuster in deiner Familie, dass Geld & Erfolg etwas Ungutes/Arrogantes/Böses ist? Voilá. Bevor du da nicht dran gehst, wirst du auch nicht Dinge tun, die dir Erfolg & Geld bringen werden. Sehr unpraktisch, wenn du Solo-Unternehmerin bist…
Kennst du die Geschichte vom Scheinriesen aus dem Buch „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“? Der Scheinriese ist riesig in der Entfernung, aber aus der Nähe ist er ein ganz normal großer freundlicher Herr. Was ich damit sagen will, Ängste haben die Tendenz aus weiter Entfernung ganz schrecklich zu sein. Je näher du ihnen kommst und dich mit ihnen beschäftigst, umso normaler und weniger schlimm werden sie. Also trau dich!

2. Fokussier dich auf die Aktion und nicht aufs Ergebnis

Mir passiert es des Öfteren, dass mein Kopf viel schneller ist, als meine Hände schreiben/tippen könnten. In meinem Kopf ist z.B. ein Blogartikel schon fertig ausformuliert und bis ich alles niedergeschrieben hab ist die Hälfte meiner tollen Ideen schon wieder weg und ich frustriert. Mir hilft es, wenn ich mich einfach auf den jeweiligen Absatz konzentriere, den ich gerade schreibe. Wenn es bei dir noch ums Bloggen sondern eine andere Tätigkeit geht, dann nimm die. Es ist gut ein Gesamtbild zu haben und dann dich flexibel um die Zwischenschritte zu kümmern, anstatt aufs Gesamtergebnis. Das hilft dir gleichzeitig nicht aus Angst vor der Größe der Aufgabe gar nicht erst anzufangen. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Mehr zum Thema Fokus findest du hier: „Fokussieren statt verzetteln„.

3. Wenn du den Drang verspürst etwas anderes machen zu wollen, halte ihn aus

Das was uns ja zum aufschieben verleitet ist, dass wir etwas leicht Unangenehmes nicht aushalten wollen und deshalb Ablenkung suchen. Ich hab festgestellt, wenn ich diesen kurzen Moment aushalte und NICHTS anderes mache, also bei der Tätigkeit bleibe und nicht zu Facebook wechsle, etc. dann geht es einen kurzen Moment später weiter mit meiner Kreativität. Und, das kannst du trainieren! Diesen manchmal schon fast zwanghaften Drang etwas anderes machen zu wollen, der wird immer kürzer, je öfters du ihn aushältst. Es kann erstaunlicherweise sogar Spaß machen. So wie eine ziemlich kräftige Massage kurz vorm Schmerzpunkt zwar nicht wirklich angenehm, aber trotzdem irgendwie der Hammer ist 🙂 Also bleib dran, halte den Drang aus dich ablenken zu wollen. Dieser kleine Wettkampf mit dir selber kann zum einen sehr reizvoll sein und zum anderen wird der Drang von Mal zu Mal abnehmen!
Nimm die Gefühle wahr, die damit einhergehen, Langeweile, Angst, Verzweiflung, Verwirrung, Aggression. Wo/wie spürst du sie im Körper? [inlinetweet prefix=““ tweeter=““ suffix=““]Nimm wahr, wie sich die negativen Gefühle verändern, wenn du deine Aufmerksamkeit auf sie richtest![/inlinetweet] Es ist Energie, die sich auflöst, transformiert und Platz macht für Neues. Manche Gefühle können sich in wahre Glücksgefühle verwandeln…

Ich bin gespannt auf deine Berichte, wie es dir geht, wenn du meinen Tipps folgst! Hinterlass mir unten auf dieser Seite einen Kommentar, wie deine Erfahrungen mit der Prokrastination sind. Ich freu mich! Und vielleicht hast du ja noch weitere Erfahrungen für die LeserInnen hier auf Lager. Ich danke dir und wünsch dir eine großartige Woche!

Tipps, Tricks und Support gibt’s übrigens auch in meiner heute neu gegründeten Facebook-Gruppe Mastermind für Visionärinnen

„VIRTUELLES ZUHAUSE“ oder auch ein „ONLINE TRIBE“ für smarte, mutige, tolle, kreative, sensible, unkonventionelle Frauen. Du bist herzlich willkommen, wenn du unter gleichgesinnten Frauen sein willst, die sich unterstützen, inspirieren und gegenseitig helfen.

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Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Danke Lydia für diese hilfreiche Übersicht.

    Bei mir ist es meist der Respekt vor unangenehmen Aufgaben, der mich prokrastinieren lässt. Dann hilft es mir, die Aufgabe in kleine Teilschritte zu zerlegen, die jeder für sich einfacher abzuarbeiten sind.

    Fussige Grüsse, Jana

    1. Fussige Grüße 😀 😀 Sehr gut!
      Ja, Teilschritte sind extrem wichtig. Und man hat viele kleine Erfolgserlebnisse, die einen dann nochmal mehr anspornen weiterzumachen!
      Danke dir, liebe Jana!

  2. Liebe Lydia,

    danke für die praktischen Tipps.
    Für mich ist immer wieder eine Falle zu beobachten, die ich vor allem im Zusammenhang mit der Angst oft auftritt:
    Man arbeitet, arbeitet und arbeitet und merkt gar nicht, dass man sich an unwichtigen Aufgaben fest hält, nur um nicht die eine Sache zu machen. 😀

    Da habe ich schon oft einen bewussten Blick benötigt um das zu erkennen.

    Alles Liebe
    Robert

    1. Oh ja, da sagst du was, Robert 🙂 Bewusstwerdung kommt vor der Veränderung.
      Und Effizienz ist letztendlich nicht, 60+ Stunden zu arbeiten, sondern das Gleiche in 10 Stunden (hier kann jeder seine Zahl einsetzen) zu schaffen. Und dazu noch gut gelaunt, top fit und entspannt zu sein. 😉 Da hat sich in unserer Gesellschaft einiges gehörig verschoben. Anstatt uns über gewonnene Freizeit zu freuen (die wir haben, wenn wir 16 Stunde unter Tage schuften müssen 150 Jahre zurück dagegenstellen), ackern viele Leute ohne Sinn (und manchmal ohne Verstand?).

      Mit deinem Blog machst du Mut, gerade auch in den jungen Generationen da genauer hinzugucken!
      Liebe Grüße zurück!
      Lydia

  3. Bei allem Respekt, Prokrastination hat ganz sicher mit Faulheit zu tun, mit dem inneren Schweinehund und mit einer Kein-Bock-Attitude. Natürlich gibt es auch andere Faktoren, Depressionen etc., aber hauptsächlich ist doch jeder Mensch seines eigenen Willens Herr, d.h. er kann einfach mal sich auf den Hosenboden setzen und was erledigen.

    Alles andere sind Ausreden. Natürlich ist einem die Aufgabe zuwieder, natürlich verdrängt man gerne das Abgabedatum, aber eigentlich weiß man trotzdem ganz genau, dass man jetzt nicht im Handy spielen oder die vierte Folge der neuen Serie schauen sollte. Zumindest bei dem Großteil der Betroffenen würde ein gewisses Maß an Selbstdisziplin das ganze Problem schnell lösen.

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