5 Tipps, Um Deine Berufung Nicht Zu Finden

5 Tipps, um deine Berufung nicht zu finden… 🎧

Na, provoziert dich der Titel ein bisschen? Das soll er nÀmlich auch, denn es geistern einfach zu viele Mythen um dieses Thema durch die Gegend. Dass Herzensbusiness nix mehr mit Arbeiten zu tun hat, dass das jeder kann, und die Welt eh nur flauschig schön ist.

Daher meine kleine aber feine Liste an Tipps, um deine Berufung nicht zu finden. Bzw. ein kleiner AufrĂŒttler zur Reflexion, denn du hast deine vielleicht ja schon gefunden und lebst sie 🙂

1. Du gehst mit einer „Steht-mir-zu-Einstellung“ durch die Welt

Weil andere Geld haben, solltest du auch Geld haben. Weil andere einen tollen Job bekommen haben, solltest du auch den besten Job bekommen, der vergeben wird. Weil andere bestimmte Sachen schon erreicht haben, mĂŒssen sie dir jetzt auch helfen, sie sind förmlich verpflichtet dazu. Mit dieser Einstellung, diesem Mindset von „alles steht mir zu“ – ich liebe ja das englische Wort entitlement, fĂŒr das ich keine bessere Übersetzung gefunden habe – wirst du deine Berufung sicher nicht finden. Denn dann gehst du davon aus, dass die Welt dir in irgendeiner Art und Weise etwas schuldig sei. Ist sie aber nicht!

Andere Leute arbeiten hart, fĂŒr das, was sie erreicht haben. NatĂŒrlich gibt es die *bösen* Ausnahmen, doch damit wirst du der Mehrzahl der Menschen nicht gerecht, die tagtĂ€glich Tolles vollbringen und Geld verdienen. Hör einfach auf, auf Leute zu zeigen, die viel Geld verdienen und ihnen vorschreiben zu wollen, was sie damit tun.

Stattdessen schau darauf, was DU VERÄNDERN MÖCHTEST und dann fang an genau das zu tun! Das ist ein Mindset, das dich voranbringt. GrĂŒnde die Schule in Afrika, starte mit deinem Permakulturprojekt in Indien, kĂŒmmer dich um Straßenkinder in Rio! SpĂ€testens seid Crowdfunding und Spenden-Plattformen im Internet darf das Thema Geld keine Ausrede mehr fĂŒr dich sein! Doch hör auf, auf die zu schimpfen, die schon mĂ€chtig viel tun fĂŒr diese Welt, nur weil du nicht so viel Geld verdienst wie sie, oder nicht den Lifestyle fĂŒhren kannst wie sie.

2. Du denkst, die Berufung fliegt dir aus dem Nichts zu

Es gab Phasen, da habe ich nicht weiter gewusst, da hatte ich keinen Plan was ich mit meinem Leben anfangen soll. Es gab zwei schwere Phasen fĂŒr mich. Und noch immer gibt es Tage, da will ich alles hinschmeißen. Die gibt es in jedem Leben, frag 5 erfolgreiche Menschen und sie werden es dir bestĂ€tigen.

Die letzten 10 Jahre habe ich mehr oder weniger intensiv damit zugebracht, mich und meinen Lebenssinn zu erforschen, nach meiner Berufung zu lauschen, die sich mal laut, mal leise, mal gar nicht zu Wort gemeldet hat. Und peu ĂĄ peu hat sich herausgeschĂ€lt, fĂŒr was ich heute stehe, was ich an die Menschen weitergeben möchte und was ich beitragen will auf unserer Welt. Ich bin ins Tun gekommen, tagtĂ€glich kreiere ich mein Leben, dadurch, wie ich mich innerlich ausrichte. Meine 25 besten Mindset-Shifts bekommst du hier!

Ich bin glĂŒcklich, wenn andere Menschen glĂŒcklich sind. Als sensibles Wesen nehme ich Stimmungen sehr intensiv wahr und oftmals ist Freud & Leid anderer auch Freud & Leid von mir. Letztendlich dreht es sich darum – bei all meinen Angeboten, sei es das Berufungs- und Mindset-Coaching, die Kunst, das Reisen.

Berufung ist kein One-Hit-Wonder, eine einmalige Angelegenheit. Berufung ist ein Prozess und entwickelt sich mit dir und deinem Leben weiter.  Berufung ist Lebenssinn. Und Sinn kommt nicht geflogen, sondern wird von dir kreiert, Tag fĂŒr Tag.

3. Deiner Meinung nach hat Berufung nichts mit Arbeiten zu tun

Und dann gibt es noch die ganze Riege derer, die am Strand abhÀngen, mit Laptop und Champagnerglas und uns glauben machen, Geld und Lebenssinn kÀme durch Nichtstun.

Ja, auch ich reise durch die Welt. Ich schĂ€tze die Erfahrungen, die ich auf Reisen mache und die Horizonterweiterung. Ich sehe die Vorteile weltweiter Vernetzung. Ich habe die Freiheit mir meinen tĂ€glichen Arbeitsauflauf einteilen zu können wie ich will. Es gibt jedoch auch die Kehrseite. Freiheit erfordert Disziplin und Selbstverantwortung.  Und manchen ist das schlichtweg zu viel. Ich habe lernen dĂŒrfen, das zu akzeptieren und anzuerkennen. Nicht jeder hat das Ziel, die Welt verĂ€ndern zu wollen und selbstĂ€ndige Unternehmerin zu sein. Und das ist OK so! Eine liebe Freundin hat mir letztens nochmal gesagt, dass sie gerne Mutter ist und ihren Mann unterstĂŒtzt bei seinem Unternehmen. Sie selber hat keine Ambitionen. Und sie ist glĂŒcklich so. Ich kaufe ihr das mittlerweile 100% ab. Auch wenn es nicht mein Weg ist, schĂ€tze ich ihren Weg und freue mich sehr fĂŒr und ĂŒber sie <3

Wenn du dich entscheidest eine Berufung leben zu wollen, die damit zu tun hat große Reichweite auf der Welt zu erzielen, dann wirst du dich auf harte Arbeit einstellen mĂŒssen. Du kannst auch gern mal Champagner schlĂŒrfen, doch das ist wirklich nur eine RandtĂ€tigkeit 😉 Doch deine Arbeit wird dir Spaß machen und sich – zumindest in großen Teilen – nicht nach schwerer Arbeit anfĂŒhlen. Denn es steckt Sinn dahinter und fĂŒr Sinnvolles haben Menschen schon immer gerne gearbeitet.

Gleichzeitig braucht es Muße- und Ruhephasen, in denen sich Körper & Geist regenerieren können. Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Hier kannst du dir einen Tapetenwechsel gönnen und sowohl was fĂŒrs Business, als auch fĂŒr deine Erholung tun!

4. Du glaubst, wenn du einmal was gefunden hast, was dir gefÀllt, dann ist das auf alle Ewigkeiten deine Berufung

Berufung kann sich wandeln. Sie entwickelt sich weiter. FĂŒr den einen wird es das ganze Leben lang das Gleiche sein. Schau dir einen KĂŒnstler wie GĂŒnther Uecker an. Er ist bekannt geworden als der KĂŒnstler, der mit NĂ€geln arbeitet. Es ist und bleibt sein ĂŒbergreifendes Motto.

Andere switchen öfters, starten ein erfolgreiches Unternehmen nach dem anderen. Oder scheitern mit 5 Ideen, bringen eine Idee zum Erfolg und scheitern dann wieder mit den nÀchsten 5 Ideen.

Es kann also sein, dass es in deinem Leben EINE TĂ€tigkeit/einen Lebensinhalt gibt, der deine Berufung ausmacht. Es kann jedoch ebenso sein, dass dich VIELE Begabungen und Talente ausmachen, die auch gelebt werden möchten! Wichtig dabei ist, genau zu erforschen, was sich als Teil deiner Unternehmensidee eignet und was Hobby bleiben darf. Berufung hat also absolut nix damit zu tun, dich auf eine Sache festzunageln und in ein „Berufungs-GefĂ€ngnis“ zu stecken.

Wenn du jedoch feststellst, dass du Hunderte Ideen hast und bis jetzt noch keine davon wirklich verwirklicht hast, dann kann es sein, dass du deine Vielseitigkeit als Ausrede nutzt. Vielseitigkeit und Berufung sind keine GegensĂ€tze 😉

Und es bedeutet, tief unter die OberflĂ€che zu gehen. Nur weil du einmal gerne ein schickes Kleid anziehst und tanzen gehst, musst das nicht gleich deine Berufung sein. Grabe weiter, forsche weiter. Finde das, was dich zutiefst erfĂŒllt, deinen Werten entspricht und Mehrwert stiftet.

5. Du hĂ€ltst Berufung fĂŒr eine AbkĂŒrzung zum schnellen Geld

Um schnelles Geld zu verdienen, solltest du dich nicht auf den langen Weg zu deiner Berufung machen. Das geht anders wahrlich schneller. Berufung hat zu allererst einmal mit deinem Herzen zu tun. Damit, deinem Leben einen Sinn zu geben, ErfĂŒllung zu finden. Geld ist niemals die alleinige intrinsische Motivation. Selbst wenn du mit deinem Business viel Geld verdienen möchtest und das lieber heute als morgen, dann stehen Werte dahinter. WofĂŒr brauchst du das Geld, was willst du damit tun, was dir und anderen damit ermöglichen? Geld steht immer fĂŒr etwas, es erfĂŒllt keinen Selbstzweck.

Also verabschiede dich einfach von allen Schnellreichwerd-TrĂ€umen. Stell dein Business auf ein starkes und visionĂ€res Fundament und gib dich & deine Talente großzĂŒgig an die Welt weiter. Ohne die heimlichen Hintergedanken, was und wieviel du damit umsetzen kannst. Man spĂŒrt, ob ein Mensch gibt um zu geben oder gibt um zu bekommen. Und dann, wenn du GlĂŒck hast (kleiner Spaß), kannst du auch finanziell richtig erfolgreich werden mit deiner Berufung <3

Ich danke dir, dass du mir bis zum Ende des doch etwas lĂ€ngeren Artikels gefolgt bist und wĂŒnsche dir ganz viel Freude & Erfolg auf dem Weg (zu) deiner Berufung!

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Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. Hallo Lydia,

    ein wirklich sehr cooler Text. Du sprichst mir aus der Seele. Vor ein paar Tagen erst, habe ich mit meiner Freundin genau ĂŒber diese Dinge gesprochen.

    Ich bin verdammt froh, dass nicht jeder Mensch sich dazu berufen fĂŒhlt, am Strand mit Notebook und Schampus seinen (Arbeits-)Tag zu verbringen oder eine Schule in Afrika zu eröffnen. WĂ€re es so, dann wĂ€re Deutschland ziemlich leer. Wer wĂŒrde mich dann an der Kasse im Supermarkt bedienen? Wer holt meinen MĂŒll vor der TĂŒr ab und wer schneidet meine Haare. Entweder sind keine Menschen da, um das zu machen, oder sie sind mega unfreundlich, weil sie in ihrem Job unzufrieden sind und ihrer „Berufung“ nachtrauern.

    Ich bin Froh, dass es Menschen gibt, die sich „Berufen“ fĂŒhlen eben die Jobs zu machen, die fĂŒr uns teilweise lebensnotwendig sind. Menschen die auch Spaß daran haben und ihren Job lieben – auch ohne Strand.

    Ich bin ebenfalls in der glĂŒcklichen Lage, etwas zu tun, was ich liebe .Ich bin nicht mal der Meinung, dass es meine Berufung ist. Aber ich liebe meine TĂ€tigkeit. Und das ist fĂŒr mich unbezahlbar und kostet mich, wie du schreibst, eine Menge Disziplin und Selbstverantwortung. Ich stehe jeden Morgen pĂŒnktlich auf und fange jeden Morgen pĂŒnktlich mit der Arbeit an. Und wenn es brennt, dann höre ich erst auf mit der Arbeit, wenn die flamme erlischt. Bin immer mit einem Gedanken bei der Arbeit, viel Verantwortung, viel Stress. Und sogar in meinen wenigen Urlaubstagen checke ich Mails & co. Wenn ich irgendwann mal mit Laptop und Schampus vom Strand aus Arbeite, dann werde ich mir das wirklich verdient haben.

    Besonders gut gefĂ€llt mir die Passage: Berufung ist kein One-Hit-Wonder, eine einmalige Angelegenheit. Berufung ist ein Prozess und entwickelt sich mit dir und deinem Leben weiter. Berufung ist Lebenssinn. Und Sinn kommt nicht geflogen, sondern wird von dir kreiert, Tag fĂŒr Tag.

    Es geht immer darum, wie schnell man sein Business aufbauen kann. Wie schnell man davon Leben kann. Mehr Reichweite. Mehr Follower. Mehr Newsletter-Abonnenten. Mehr Kunden. Mehr Umsatz. Und das Vor allem schnell, schnell, schnell… schnell reich werden! Wo bleibt da der gesunde Wachstum? Und die Erfahrung und Entwicklung, die dieser langsame aber stetige Wachstum mit sich bringt. Gewisse Sachen benötigen eben Zeit zum reifen. Wir unterliegen einem StĂ€ndigen Lernprozess. Was hier oft fehlt ist Geduld.

    Ich danke dir fĂŒr deinen super Blogartikel und habe ihn sehr gerne bis zum Ende gelesen.

    Viele GrĂŒĂŸe

    Pascal

    1. Hey Pascal, vielen Dank fĂŒr deinen super ausfĂŒhrlichen Kommentar!
      Ja, immer dieser Mehr – Mehr – Mehr, man kann’s nimmer hören 😉 Ich sprech auch immer vom gesunden Wachstum statt eines tumorhaften Wachstums. Der Mensch, die Seele muss ja auch noch mitkommen. Reifungsprozess, du sprichst mir aus der Seele! StĂ€ndiger Lernprozess, genau, es hört nie auf. Bei uns geht man oft davon aus, dass man lernt und irgendwann fertig ist und einem alles vor die FĂŒĂŸe gelegt wird. In anderen LĂ€ndern wissen die jungen Menschen, dass Lernen das Einzige ist, was ihnen bleibt. Und sie tun es, zu Millionen. Hier werden sich unsere Leute noch ganz schön umgucken 😉
      In Asien (Schulen mit 50.000 SchĂŒlern, hier eine Uni), haben die Klassen 3D-Drucker. Hier wissen die meisten noch nichtmal, was das ist.
      Wir könnten uns da ein bisserl was abschneiden: Geduld, Lernbereitschaft, sich etwas erarbeiten.
      Danke fĂŒr deinen bereichernden Kommentar!
      Liebe GrĂŒĂŸe
      Lydia

  2. Hallo Lydia,
    mega Artikel – musste wirklich schmunzeln ĂŒber Deine 5 Punkte. Die sind so wahr. Das einzige was mir auffĂ€llt, dass es sich, wenn man an seiner Berufung arbeitet, nicht wie arbeiten anfĂŒhlt.
    Alles Liebe
    Lydia.
    PS: Habe erstmal ganz schön geschluckt bei Deinem Titel – also Alles richtig gemacht.

    1. Hey Gabriele, merci fĂŒr deinen Kommentar!

      Ja, ich musste bei dem Titel auch erstmal schlucken und hab dann gedacht „genau, den nehme ich!“ 🙂
      Arbeiten, ohne dass es sich wie arbeiten anfĂŒhlt, so ist’s perfekt. Leider ist es bei vielen Menschen noch anders herum. Bei einigen fĂŒhlt sich selbst „Nicht-Arbeiten“ nach arbeiten an.
      Vieles hat mit dem Mindset und der generellen Lebens-Einstellung zu tun.

      Dir alles Liebe und viel Erfolg bei der Arbeit mit und an der Berufung!
      Lydia

      1. Danke schön, Lydia.
        Das GefĂŒhl kenne ich nur zu gut. Bei mir ist es auch noch nicht sehr lange so. Aber es fĂŒhlt sich einfach grandios an.
        Liebe GrĂŒĂŸe und geniess Deinen Sonntag noch. Bei uns scheint die Sonne – das ist so super.
        Alles Liebe.
        Gaby

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